Inhalte, Positionierung und visuelle Kommunikation
Stationen: Verbindung von Disziplinen
Mai 2025 | Speaker am DIVE'25 – Bundeskongress des Deutschen Designtags
Marina Bräm arbeitet an der Schnittstelle zwischen Design, Daten, Inhalten und Strategie.
Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Positionierung faktenbasierter visueller Kommunikationsformate – unter anderem in leitenden Funktionen bei Schweizer Medienhäusern wie Tamedia (TX Group) und der NZZ am Sonntag. Ihr Hintergrund in Design, Produktentwicklung, Vermittlung und Data Science – ergänzt durch eine Spezialisierung in Data Journalism an der Columbia University in New York – prägt ihre Arbeitsweise: komplexe Inhalte zu strukturieren, zu verstehen und visuell aufzubereiten, sodass sie klar und nutzbar werden.
Die Stationen im Überblick:
Tamedia und
NZZ am Sonntag
2013–2020
Digital Design Director
Tamedia, TX-Group
Bis zur Firmengründung im Jahr 2020 wirkte Marina Bräm erfolgreich als Digital Design Director für die digitalen Bezahlmedien von Tamedia. In dieser Position verantwortete sie das digitale Redesign, um 13 Medienmarken zu verbinden. Unter der Leitung des Chief Product Officers sowie in enger Zusammenarbeit mit ihrem Design-Team, dem Produktmanagement und dem Entwicklerteam realisierte sie das Redesign. Marina Bräm entwickelte die visuelle Leitidee sowie die Vision für den komplexen Gesamtbrand und die kreativen Teams. Das Go-Live wurde gemeinsam mit dem Kernteam innerhalb von 8 Monaten umgesetzt.
Ressortleitung Infografik
Tamedia, TX-Group
Von 2016 bis 2019 verantwortete Marina Bräm das journalistische Ressort Infografik bei Tamedia und positionierte es redaktionell neu. Konzepte in den unterschiedlichsten Formaten (Print, Online und Mobile) wurden schnittstellenübergreifend entwickelt und publiziert. Einige dieser Arbeiten wurden mehrfach sowohl als Einzel- als auch als Teamarbeiten ausgezeichnet.
Head of Infographics
NZZ am Sonntag, Neue Zürcher Zeitung
Von 2013 bis Ende 2015 entwickelte Marina Bräm in enger Zusammenarbeit mit der Redaktion und der Chefredaktion der renommierten Medienmarke die Disziplin «grosse Infografiken». Bis zu 15 grosse Infografiken wurden jährlich von ihr im 50-Prozent-Pensum publikumswirksam umgesetzt. Gleichzeitig arbeitete Marina Bräm selbständig und mentorierte komplementär im Masterstudiengang Design an der ZHdK. Mit dem Start bei Tamedia im Jahr 2016 wurde die Selbstständigkeit mittelfristig ausgesetzt.
Bilder unten:
Einblicke in den Redesign-Prozess bei Tamedia, gemeinsam mit Ramon Aemmer, Marc Schneider und Armin Seltz.
Studium, Weiterbildung
Master of Science | 2019–2020
Applied Information and Data Science
Hochschule Luzern HSLU
Departement Wirtschaft
LEDE Program | Sommer 2017
Computational Skills in Data Storytelling, Data Journalism
Columbia Journalism School, New York City
Master of Arts in Design | 2010–2011
Visuelle Kommunikation
«Knowledge Visualization»
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Departement Design
Abschluss 2011
Bachelor of Arts in Design | 2006–2009
Visuelle Kommunikation
«Scientific Visualization»
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Departement Design
Abschluss 2009
Fachklasse für Grafik | 2000–2004
Schule für Gestaltung Bern-Biel
Abschluss 2004
Gestalterischer Vorkurs | 1999–2000
Schule für Gestaltung Romanshorn
Entwicklung
Graphic Design – Corporate Design
Der Grundstein für die heutige Tätigkeit wurde durch die Fachklasse für Grafik in Bern-Biel gelegt. Als Grafik-Designerin schloss Marina Bräm 2004 mit einem Spiel aus Redewendungen als Diplomarbeit mit Bestnote ab. Danach arbeitete sie in verschiedenen Werbeagenturen mit Schwerpunkt auf Corporate Design. Der Wunsch nach vertiefter fachlicher Auseinandersetzung trieb sie voran, an die Hochschule zu gehen und Design mit den Anforderungen aus den Wissensgebieten zu verknüpfen.
Knowledge Visualization – Visual Journalism
2009 absolvierte Marina Bräm den Bachelor in Scientific Visualization und wurde für den Förderpreis der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) nominiert. Nach einem weiteren Jahr in der Praxis nahm sie den Masterstudiengang «Knowledge Visualization» in Angriff. Dort vertiefte Bräm ihre erfolgreiche Bachelor-Diplomarbeit und setzte sich intensiv mit dem kognitiven Lernprozess auseinander. Bräm entwickelte ein E-Learning-Konzept, um problematische Fragestellungen zur Vermittlung in Lernsituationen mithilfe der Bilddidaktik zu untersuchen. Ab 2011 wechselte sie in den Journalismus, um sich dort mit den vielfältigen Wissensgebieten auseinanderzusetzen, und prägte anschliessend über neun Jahre lang den visuellen Journalismus in den jeweiligen Redaktionen erfolgreich mit. Gestartet beim Magazin Beobachter, erfolgten 2013 die Anfrage der NZZ am Sonntag und 2016 die der Tamedia für leitende Positionen und Neupositionierungen in diesen Bereichen.
Data Journalism – Data Science
Im Rahmen der Anstellung bei Tamedia absolvierte Marina Bräm im Jahr 2017 ein intensives 3-monatiges Training im LEDE-Programm an der «Graduate School of Journalism» der Columbia University in New York City mit Schwerpunkt auf dem Datenjournalismus. Inhalte waren unter anderem Datenanalyse, Grundlagen der Programmierung, Story-Entwicklung, Scraping und Datenvisualisierung. Von 2019 bis 2020 absolvierte Marina Bräm berufsbegleitend vier Semester lang den Master of Science in Applied Information & Data Science an der Hochschule Luzern, Departement Wirtschaft. Der Fokus lag hier auf der Erkennung des Potenzials der Daten und deren Wertschöpfung, was ausschlaggebend für den Aufbruch in die Selbstständigkeit war.
Privat
Sport und Musik, Ost und West
Geboren am 10. Juni 1980 in Grabs SG.
Bürgerin von Basel-Stadt, aufgewachsen im St. Galler Rheintal.
Wurzeln in der Schweiz und in Serbien.
In der Kindheit am klassischen Klavier, später am Schlagzeug oder am Mikrofon: bis heute an 6 Alben im Genre ‘Independent Rock’ mitgewirkt. Immer wieder einen Marathon gelaufen: vier am Berg und zwei auf der Strasse. Kontraste und Austausch gehören zum Antrieb.